Samstag, 5. März 2011

05.03.11 ... trial and error and error

Mal wieder einer von diesen Nahtoderfahrungsläufen. Blöderweise passiert bei einer Runde die sich ca zu 70% mit der original-Halbmarathon-Strecke deckt (bin dafür extra zu meinen Eltern gefahren, weil sie da wohnen). Da müssen wir psychisch noch ein paar Tricks anwenden damit es keinen Einfluss auf das Rennen hat.

Aber wie es so schön heisst, fangen wir mal am Anfang an. Ich wollte da laufen, weil ich üben wollte wie ich mit den kleinen Hügel umgehen soll. Tempo rausnehmen? Kleinere Schritte? Einfach schnell hoch und danach erholen? Wie man in dem Höhenprofil weiter unten erkennen kann hatte ich auch genug kleine und grosse Hügel um die verschiedenen Varianten auszuprobieren.

Ich bin im Nebel losgelaufen, und es lief die ersten Kilometer auch ganz ordentlich, bis km 7 hatte ich eine Durchschnittspace von 6:08 min / km. Ich wusste ja wo die "bösen" Steigungen kommen, deswegen wollte ich wohl ein bisschen Vorsprung schaffen in dem ich gleich mal schnell laufe. Ich sagte mir zwar immer wieder, dass es kein Tempo für einen longjog ist, aber die Musik war wohl zu laut. *augenroll* Das muss so ungefähr die Zeit gewesen sein, wo die Sonne rauskam, und es mir in Shirt+Fleece+Jacke dann doch sehr schnell sehr warm wurde. Aber ich lief ganz tapfer weiter, obwohl ich schon merkte, dass ich Durst bekomme. Die 10-km Marke habe ich bei 1:03 passiert, also immer noch eine ganz gute Pace für einen langen Lauf. Und dann fing das Übel an, und wenn ich Übel sage, meine ich richtig übel.

An dieser Stelle platziere ich mal das Höhenprofil.

Wie man deutlich erkennen kann kommt vor km 11 ein recht steiler Anstieg. Und genau dieser hat mir das Gefühl gegeben, als ob mir jemand in die Beine geschossen hat. Ich konnte mich bei den leichten Abstiegen danach gar nicht richtig erholen. 3 Kilometer später dann der nächste Anstieg und dabei wurde es mir dann richtig schlecht. Ich war schon am überlegen ob es nicht besser wäre mich gleich zu übergeben, anstatt mit "quasi angehaltener Luft" weiter zu laufen. Aber ich wusste ja, dass damit die letzte Steigung gemeistert war und hab mich mehr schlecht als recht nach hause gequält. Zum Glück waren meine Eltern nicht da als ich ankam, die hätten wohl den Arzt geholt.

Nach der Dusche und was zum Trinken war ich aber wieder so schnell so fit, dass ich glatt wieder laufen könnte.

Ach ja, die Zahlen: 17.1 km in 1:55 h (entspricht einer pace von 6:43 min / km)







Was habe ich daraus gelernt ...

  • bei den nächsten langen Läufen muss ich mich evtl. am Anfang etwas bremsen, wenn ich am Ende nicht komplett einbrechen will.
  • ich laufe nicht mehr über 1.5 h ohne was zum trinken mitzunehmen

5 Kommentare:

arlbert einstein hat gesagt…

das sieht mir ja außerordentlich schmerzhaft aus!
schön dass du so gut davongekommen bist... ich hab heute meinen trinkgurt dabeigehabt, war eine generalprobe, aber hat sich bewährt...

Anonym hat gesagt…

Für die Jahreszeit nicht übel! Trainierst du nach Puls? Wie ist die pace einzuschätzen? Will sagen, wie viele Körner sind da noch? ;)

marischa hat gesagt…

nee, nicht nach puls ... hatte ich vor, aber ich finde seit dem umzug meinen gurt nicht mehr. :(

"körner" ?

Anonym hat gesagt…

Nun, wie viel Platz ist da in Richtung Tempo?

marischa hat gesagt…

puh ... du stellst fragen. also bis kilometer 10 war ich ja ganz zufrieden mit dem tempo. ich mach mir eher sorgen um die hügel, weil die mich killen, wenn ich nicht entgegenwirke in den nächsten 5 wochen.

ich will die 2:15 !!! und zwar genau auf diesem höhenprofil.