Sonntag, 27. Februar 2011

27.02.11 ... longjog = longlog

vor dem Lauf: 

Es ist ein bisschen verrückt, ich gebe es zu. Ich hab es auch noch nie gemacht, und bin ein bisschen aufgeregt. Beim Kaffeetrinken und überlegen in welche Richtung ich denn heute laufen sollte um meinen long-jog zu absolvieren kam mir die Idee, dass ich mit dem Zug ca 18 km von zuhause wegfahre und dann heim laufe. O_O

Was wäre der Nachteil ... ich kenne die Strecke NUR vom Zugfahren, nicht mal vom Fahrradfahren. Flach ist sie, davon hab ich mich überzeugt, aber sonst werde ich mich überraschen lassen.

Die Vorteile überwiegen deutlich: ich bin mit jedem Schritt näher an zuhause, und wenn es unterwegs wirklich gar nicht mehr geht komme ich an einigen Bahnstationen vorbei wo ich zur Not auch wieder in den Zug steigen könnte. Ausserdem würde ich euch hier gerne ein bisschen Abwechslung bieten. :) Und wenn ich irgendwann später auf einen Marathon trainiere werde ich eh die Möglichkeit nutzen mit dem Zug wegzufahren und heim zu laufen.

IST DAS AUFREGEND. :D

nach dem Lauf: 
Nun komme ich endlich mal zum schreiben. Der Grund für die Verzögerung war nicht etwa, dass ich vor lauter Erschöpfung zusammengebrochen bin ... sondern, dass sich ein spontan-Besuch angekündigt hat. Und mal unter uns ... was will man nach 20 km laufen und gerade nach der Dusche sich auf das Sofa zubewegend am wenigsten? Dass Besuch kommt. Ist zumindest bei mir so. Ich will regenerieren. Den Rest des Tages nur noch Trinken und Essen und Beine hoch legen. :)

Zurück zum Thema ... also, ich kam so knapp aus dem Haus (weil ich mich weder für eine Jacke noch für Schuhe schnell genug entscheiden konnte), dass ich zum Bahnhof schon mal knapp 1 km gesprintet bin. Toller Anfang, wenn das ganze Adrenalin schon im Blut ist und man noch 20 min gemütlich Zug fährt. Das hatte den Effekt, dass ich die ganze Zeit ganz aufgeregt aus dem Fenster gestarrt habe und mir wie ein Mantra immer wieder gesagt habe: "das muss ich alles gleich zurück laufen!" Nun gut. Das war ja auch die Absicht, also kein Grund sich zu beschweren. Nach 2 km musste ich schon nach dem Weg fragen, aber von da an ging es quasi immer nur gerade aus nach Hause. Hier das Bildchen dazu ...

 
Das Wetter war april-artig, erst war es nur grau aber trocken, dann kam leichter Regen, dann kam richtig starker Regen (an dieser Stelle sollte ich erwähnen, dass ich mich für die falsche Jacke entschieden habe), dann kam auf einmal die Sonne raus, und dann das ganze Spielchen noch mal von vorne. Das ist wohl das besondere an langen Läufen, man hat genug Zeit um nass zu werden, zu trocknen und nochmal nass zu werden.
Die Strecke war ok, teilweise am See entlang, teilweise durch die Dörfer wo die Dorfplätze mit so Fasnets-Zeug geschmückt waren, manchmal entlang der Bahnlinie und manchmal an der Strasse. Also von allem was dabei. 
Mein Befinden ... dem aufmerksamen Leser mag aufgefallen sein, dass ich 18 km laufen wollte und dann 20 km gelaufen bin. Das war wohl nicht so geplant. Aber die letzte Möglichkeit wieder in den Zug zu steigen wäre bei km 16, und bei 18 war ich nun mal noch 2 km von zuhause entfernt. Und diese letzten waren böse und gemein, sie waren so langsam, dass sie meinen ganzen Pace-schnitt komplett ruiniert haben.
Gegen Ende hatte ich auch ein bisschen Angst, dass es doch zu viel war, weil es mir immer wieder schlecht geworden ist. Aber nach einer heissen Dusche und Trinken war ich wieder wohl-auf. 

Somit kann ich verkünden 20.0 km in 2:28 h gelaufen zu sein. 
Und wenn wir schon dabei sind, dann auch noch 

"I proudly present": meine Wochenkilometeranzahl von 57.5 km.

10 Kommentare:

Hase hat gesagt…

Tolle Sache! Und ich will das auch irgendwann einmal machen, ich finde das grandios. Ich hoffe, du hattest richtig viel Spass!

Gruss von Hase, die ihren langen Lauf auch noch vor sich hat.

Mas Ter hat gesagt…

Hallo,
das finde ich gute idee,zumal du auch an den Fall der Fälle gedacht hast.Einen Vorteil hat es das du die Strecke nicht kennst. Du läufst bestimmt ruhiger weil du nicht weist was noch kommt.

Wünsche Dir viel spaß bei deinem longjog und warte auf deinen Bericht.

Gruß aus dem geistigen Harz

marischa hat gesagt…

Hallo ihr beiden und danke für die Grüsse.

Bericht ist nun "up-to-date". :)

Mas Ter hat gesagt…

Super Leistung,hut ab kann ich da nur sagen.Longjog ,ziel erreicht.Laufen bis der Mann mit dem Hammer kommt.Jetzt weisst du was es heisst er hat zugeschlagen ;-).Und Du hast trotzdem noch durchgezogen.
An deine Wochen KM komme ich noch nicht.Aber ich arbeite dran;-)

Du hast dir jetzt einen ruhigen erholsamen Abend verdient.

Lg Markus

marischa hat gesagt…

@ markus: so super ist die leistung nicht. ich war LAHM. da muss ordentlich noch was am tempo passieren. also die nächsten wochen vielleicht lieber weniger und dafür schneller.

Mas Ter hat gesagt…

Die schnelligkeit holst Du dir ja nicht bei den langen Läufen.Dafür sind die kurzen läufe da.(Das liest sich voll Klugsch...erisch).DU hast durchgehalten obwohl es dir schlacht ging,also war eine gute leistung ;-)

marischa hat gesagt…

ok, einverstanden. :) wieviele lange soll ich denn überhaupt noch machen vor dem wettkampf? jede woche einen? alle 2 wochen?

Hannes hat gesagt…

In grober Überlegung hatte ich so etwas auch schon - gemacht habe ich es leider noch nicht. Scheint sich zu lohnen - schön!

marischa hat gesagt…

Hallo Hannes, freut mich dich wieder hier zu "sehen". :)

Mas Ter hat gesagt…

Wann wolltest du deinen Halben laufen???Also ich würde sagen alle 14 Tage wird reichen.Dann aber nicht sooo lang.17-18 km sollten auch reichen.Ich bin aber kein Trainer,sondern auch nur ein Freizeitläufer.Wie schon die geschrieben die schnelligkeit holst du dir dann über die kurzen und die Intervalleinheiten.

Lg
Markus